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RPG

Sie war am Boden, schloss sich ein, war wie weggetreten und um sich wieder der Realität anzunähern, war es nötig, dass sie sich irgendwie daran erinnerte, wer sie war und was sie empfand.

 Rot und silber glänzte es, warm lief es ihr die Arme und Beine herab.

Ohne einen Blick auf die beiden Freunde, die verwundert und erschrocken das Schauspiel beobachteten, zu werfen, ging sie langsam und abwesend ins Bad, um sich von den Splittern, Scherben und roten Suppe zu befreien.

 

Einige Stunden später lag sie in vier Armen, doch sie wurde nicht verstanden. Stattdessen wurden ihr Vorwürfe gemacht, Beschuldigungen, die sie nicht begriff und die vorwurfsvolle Stimme ihrer Mutter, die sich innerhalb ihres Kopfes durch sämtliche Synapsen hindurch quetschte. "Wann wirst du endlich erwachsen!? Schaffst du [es] diesmal? Schaffst du überhaupt mal irgendwann etwas Sinnvolles?"

 

______________________________

Rythmisch schwer das Herz pulsiert
Im Sternenrausch der letzten Nacht
Das Über-Ich die Macht verliert ...

Es tropft das Blut auf weißen Schnee
Befleckt die Liebe der Verstand
Vernichtende, unendliche Idee
Als herrschte Krieg im Wunderland

Einst schnitt ich einen Blutquell an
Im Wahne bebend, ganz allein
Kaum mehr ich mich erinnern kann
Es quoll aus wunder Haut wie Wein

In Panik hat mein Herz pulsiert
Gepumpt das rote Blut ans Licht
Die sanfte Klinge drang verschmiert
Ins Fleisch hinein nun Schicht für Schicht

Blutquell, neues Leben schenk
Für Glück im Tode einst ich starb
Blutquell, meines Werks gedenk
Verkläre was im Wahn verdarb!

Einst schnitt ich in den Blutquell tief
Was ward mir diese Welt verhasst
Und während mein Verstand noch schlief
Verstarb ich freudig, doch erblasst

Und Blut trug meinen Ruhme fort
Es drang durch alle Straßen
Und überschwemmte jenen Ort
Nie mehr die Menschen mich vergaßen

...

Seitdem schon sehn ich mich zurück
Im goldnen Wahn erneut versinken
Noch einmal spüren des Lebens Glück
In meinem Ruhme nur ertrinken...

...

Oh, lass uns laufen Hand in Hand
Heimwärts in die Lebenswiege
Wenn der Leuchtturm des Lebens
Die Finsternis nicht mehr erhellt
Und alles träumen scheint vergebens
Ein Schrei in dunkler Nacht noch gellt

Hinüber lass und gehen
Der Abschied fällt nicht schwer
Die Seele möge wehen
Nach Eden, übers Meer

Ergeben ich im Sturm vergeh
Umwälzungen der Ewigkeit
Nach dem Sturm folgt Sonnenschein

Es tötet uns der Lauf der Zeit
Ohne Spuren geht das Sein Wir gehen in eine andere Welt
Fern von hier 

...

[Eden weint im Grab]

 

13.1.10 09:03
 


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