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kalte Liebe

Neujahrsschnee. Beinahe eilig zog ich durch den Wald und dachte nach.

Du spürst den Waldboden unter den Füßen, wie sich die Schritte ganz langsam abrollen, jeden einzelnen Zentimeter nimmst du wahr, es geht immer weiter, wie eine Maschine, konstant nach vorn, du kannst mich nicht aufhalten.

Bis zu der Stelle, an der die Klippen sind. Friedlich vom Schnee bedeckt schauen sie gar nicht mal so gefährlich aus, das leicht darunter schimmernde Moos weckt sogar den Eindruck, es wäre ein weiches Federbett, auf dass man sich fallen lassen kann. Doch der Mensch bleibt ein elender Feigling.

Ich weiß, was ich gesehen und gespührt habe, manche Dinge, von denen ich weiß, dass sie da sind, aber sie nicht identifizieren kann. Ich fühle mich schnell verfolgt, doch wenn ich mich umdrehe, erkenne ich nichts. 

Ich will gar nicht, dass du mich verstehst. Du würdest es versuchen, aber ganz andere Wege gehen und ich würde dem ewigen Vorwurf erliegen. Deswegen achte ich nicht darauf, was du sagst. Ich ignoriere deine beißende Kritik, oder gebe dir Recht, damit du nicht weiter nachhakst. Obgleich ich mich in deiner Nähe behaglich und sicher fühle. Doch ich habe das Gefühl, als würdest du in mir nichts anderes erkennen können als einen sich selbstbemitleidenden, vergnügungssüchtigen Versager.

Einige Erinnerungen belagern mich noch. Ich habe mich selbst betrogen, die Erinnerungen mit Fantasie vermischt, die Handlung verändert, um das Ganze zu ertragen und primär mir selbst glauben zu können, doch es funktioniert so nicht. Und es hat mein Innerstes verlassen und wurde durch mich in die Welt voller Lügen getragen. Dabei wollte ich es doch nur erträglicher machen, für mich, für die Anderen. Sollte ich es ganz für mich behalten haben? Oder sollte ich auf den richtigen Augenblick warten und danach für immer schweigen?

 

Und ich weiß schon lange, dass du mehr weißt, als du vorgibst zu wissen.

1.1.10 17:02
 


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